Workshop-Reihe 02 · Schulen & Bildungseinrichtungen
Bewerbungsworkshops für Schulen: Jugendliche und Lehrkräfte praxisnah unterstützen
Eine Bewerbung lässt sich nicht sinnvoll mit einer einzigen Vorlage erklären. Jugendliche brauchen Raum zum Ausprobieren, ehrliche Rückmeldung und einen nächsten Schritt, der zu ihrer tatsächlichen Situation passt.
Die Workshops richten sich an Schüler:innen – und auf Wunsch ebenso an Lehrkräfte, die Jugendliche durch Berufsorientierung, Praktikum, Lehrstellensuche oder den ersten Bewerbungsprozess begleiten.
Eine Situation, die viele kennen
„Ich habe doch noch gar nichts vorzuweisen.“
Ein Schüler hat noch keinen Nebenjob und glaubt deshalb, sein Lebenslauf sei leer. Eine Mitschülerin hat bereits ein Praktikum gemacht, kann aber kaum erklären, was sie dort gelernt hat. Ein anderer Jugendlicher kennt viele Berufe, aber keinen, den er sich wirklich vorstellen kann.
Eine gute Bewerbungswerkstatt beginnt nicht bei der perfekten Schablone. Sie beginnt beim Übersetzen von Erfahrung, Interesse und Potenzial in eine verständliche, persönliche Bewerbung.
Deshalb arbeite ich nicht mit starren Musterantworten. Kurze Inputs werden mit Übungen, Beispielen, Rückmeldung und konkreten Ergebnissen verbunden. Jugendliche sollen verstehen, warum etwas wirkt – und es danach selbst weiterentwickeln können.
Zwei Zielgruppen – ein gemeinsamer Auftrag
Für Schüler:innen und für Lehrkräfte
Schulen können einen Workshop für Jugendliche, eine Fortbildung für Lehrkräfte oder eine sinnvoll verbundene Kombination beauftragen.
Selbst ausprobieren statt nur zuhören
- eigene Stärken, Interessen und Erfahrungen erkennen
- Lebenslauf, Anschreiben oder Bewerbungsportal verständlich bearbeiten
- Selbstpräsentation und Vorstellungsgespräch üben
- Stellenanzeigen lesen und Erwartungen einordnen
- KI als Werkzeug nutzen, ohne die persönliche Stimme zu verlieren
- einen realistischen nächsten Schritt festlegen
Aktuelle Bewerbungsprozesse sicher begleiten
- heutige Bewerbungswege, Portale und digitale Vorauswahl einordnen
- Lebensläufe und Anschreiben konstruktiv besprechen
- KI-Texte prüfen und persönliche Sprache fördern
- Übungen zu Selbstpräsentation und Gesprächsfragen anleiten
- Jugendliche unterstützen, ohne ihnen fertige Antworten vorzugeben
- Transfermaterial für Unterricht und Berufsorientierung erhalten
Mögliche Workshopmodule
Was im Bewerbungstraining konkret bearbeitet werden kann
Die Module werden nicht beliebig zusammengestapelt. Im Vorgespräch wird geklärt, was in der verfügbaren Zeit realistisch zu einem sichtbaren Ergebnis führt.
Was passt zu mir?
Interessen, Stärken, Arbeitsbedingungen, Schulweg, Lehre, Praktikum und erster Job werden mit verständlichen Leitfragen verglichen.
Was sucht der Betrieb wirklich?
Muss- und Wunschkriterien unterscheiden, Aufgaben übersetzen, offene Fragen erkennen und passende Beispiele aus Schule und Freizeit sammeln.
Erfahrung sichtbar machen
Schule, Praktikum, Projekte, Vereine, Familienarbeit, digitale Kenntnisse und persönliche Interessen klar und glaubwürdig darstellen.
Bewerbung, die nach mir klingt
Einstieg, Bezug zum Betrieb, eigene Motivation und Beitrag erarbeiten – ohne austauschbare Standardsätze und leere Übertreibungen.
Vorstellungsgespräch erleben
Selbstpräsentation, typische und schwierige Fragen, eigene Rückfragen, Körpersprache und kurze Gesprächssimulationen mit Feedback.
Portale und KI sinnvoll nutzen
Freitextfelder, Dateiupload, Datenschutz, Prompts, Faktenprüfung und persönliche Überarbeitung verständlich und altersgerecht bearbeiten.
Damit nach dem Termin etwas bleibt
Was die Schule und die Jugendlichen erhalten können
Auftragsklärung
Kurzes Vorgespräch zu Schulform, Klasse, Vorerfahrung, Zeitrahmen und gewünschtem Ergebnis.
Passendes Konzept
Übungen, Beispiele und Sprache werden auf Altersgruppe und konkreten Anlass abgestimmt.
Aktive Werkstatt
Kurze Inputs, Einzelarbeit, Austausch, Simulation und Feedback – mit klaren Arbeitsaufträgen.
Persönliches Ergebnis
Je nach Modul etwa Lebenslaufcheck, Selbstpräsentation, Fragenliste oder persönlicher Aktionsplan.
Arbeitsunterlagen
Checklisten, Arbeitsblätter und Transferaufgaben, die im Unterricht weiterverwendet werden können.
Transfer für Lehrkräfte
Kurze Zusammenfassung der bearbeiteten Logik und – wenn vereinbart – Material zur Weiterarbeit.
Beispielhafte Formate
Vom kompakten Impuls bis zur Workshopreihe
| Format | Geeignet für | Möglicher Schwerpunkt | Mögliches Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 2 Unterrichtseinheiten | eine Klasse oder kompakter Schwerpunkt | Lebenslauf, Stellenanzeige, KI oder Gespräch | Checkliste und persönliche nächste Schritte |
| 3–4 Unterrichtseinheiten | aktive Klassenwerkstatt | zwei aufeinander abgestimmte Module | eigene Entwürfe, Übungen und Feedback |
| Projekthalbtag | Oberstufe, PTS, HAK, HTL, HLW | Bewerbungsprozess vom Stellenlesen bis zum Gespräch | Bewerbungscheck und persönlicher Aktionsplan |
| Lehrkräftefortbildung | BO-Lehrkräfte, Klassenvorstände, pädagogische Teams | aktuelle Bewerbungswege, KI, Feedback und Übungen | Transfermaterial für Unterricht und Begleitung |
| Workshopreihe | mehrere Klassen oder Schulschwerpunkt | Orientierung, Unterlagen, Gespräch und Transfer | aufeinander aufbauende Lernschritte |
Drei mögliche Auftragsmodelle
So kann die Zusammenarbeit aufgebaut sein
Workshop für Schüler:innen
Ein klarer Schwerpunkt oder ein zusammenhängender Bewerbungsprozess für eine Klasse beziehungsweise Jahrgangsgruppe.
Fortbildung für Lehrkräfte
Aktuelle Bewerbungswege verstehen, Rückmeldung sicher gestalten und praxistaugliche Übungen für den Unterricht mitnehmen.
Kombiniertes Schulmodell
Kurze Abstimmung oder Fortbildung für Lehrkräfte, danach Schüler:innen-Workshop und gemeinsamer Transfer für die Weiterarbeit.
Ablauf
Von der Anfrage zum nachhaltigen Transfer
Ziel klären
Welche Klasse, welche Schulform, welcher Anlass und welches Ergebnis stehen im Mittelpunkt?
Format abstimmen
Dauer, Gruppengröße, Raum, Technik, Unterlagen und Rollen der Lehrkräfte werden vereinbart.
Aktiv durchführen
Wissen, Üben, Entscheiden und Übertragen werden zu einer nachvollziehbaren Werkstatt verbunden.
Weiterarbeit sichern
Ergebnisse und nächste Schritte werden festgehalten; bei Bedarf folgt ein Vertiefungsmodul.
Investition
Ein transparentes Angebot nach Umfang und Ziel
Der Aufwand unterscheidet sich je nach Dauer, Gruppengröße, Vorbereitung, Unterlagen, Anzahl der Klassen und gewünschter Nachbereitung.
Orientierungsrahmen: 300 bis 3.000 Euro
Nach dem unverbindlichen Vorgespräch erhalten Sie ein konkretes Angebot. Darin sind Durchführung, vereinbarte Vorbereitung, Unterlagen, Ort, mögliche Fahrtkosten und Nachbereitung nachvollziehbar beschrieben.
Häufige Fragen
Was Schulen vor einer Anfrage häufig wissen möchten
Müssen die Schüler:innen bereits Bewerbungsunterlagen haben?
Nein. Das Format kann bei der Orientierung beginnen oder vorhandene Unterlagen als Arbeitsmaterial nutzen. Wichtig ist nur, dass vorab klar ist, welches Ergebnis realistisch erreicht werden soll.
Kann eine Lehrkraft am Workshop teilnehmen?
Ja. Die Rolle wird vorher geklärt. Lehrkräfte können beobachten, einzelne Arbeitsphasen begleiten oder bewusst als Lernende teilnehmen. Auf Wunsch gibt es ein eigenes Fortbildungsformat.
Ist das auch für höhere Schulen geeignet?
Ja. Für AHS-Oberstufen, HAK, HTL, HLW und andere BMHS können etwa Praktikum, erster Berufseinstieg, professionelle Selbstpräsentation, Bewerbungsportale, KI und Gesprächsvorbereitung vertieft werden.
Ist das Angebot auch für Polytechnische Schulen passend?
Ja. Für PTS können Lehrstellensuche, Stellenanzeigen, Lebenslauf, Schnuppertage, Gesprächssituationen und der Übergang in die Ausbildung besonders praxisnah verbunden werden.
Wie groß darf eine Gruppe sein?
Das hängt vom Ziel ab. Ein Informationsimpuls funktioniert mit einer größeren Gruppe; intensive Unterlagenarbeit und Gesprächssimulationen benötigen kleinere Arbeitsgruppen oder mehrere Stationen.
Werden KI und Datenschutz berücksichtigt?
Ja. KI wird als Werkzeug behandelt: gute Eingaben, Faktenprüfung, persönliche Überarbeitung und der sorgfältige Umgang mit personenbezogenen Daten gehören zusammen.
Wo finden die Workshops statt?
Vor Ort in St. Pölten, Krems, Niederösterreich und Wien sowie online in ganz Österreich. Weitere Orte sind nach Vereinbarung möglich.
Passende Vertiefungen
Weiterführende Inhalte auf der Website
Nächster Schritt
Welches Bewerbungstraining passt zu Ihrer Schule?
Im unverbindlichen Vorgespräch klären wir Schulform, Zielgruppe, vorhandene Vorerfahrung, Zeitrahmen und das gewünschte Ergebnis. Erst danach entsteht ein konkretes Angebot.
Schulworkshop unverbindlich besprechenVideo & Podcast
Authentische Bewerbungsworkshops statt starrer Schablonen
Video und Podcast zeigen, warum Jugendliche mehr brauchen als perfekte Mustersätze – und wie Schulen einen praxisnahen Rahmen für Ausprobieren, Rückmeldung und Transfer schaffen können. Beide Medien starten nur auf Ihre Auswahl.