Kompetenzen erkennen · Richtung gewinnen

Was Sie können, steht nicht nur in Zeugnissen.

Berufliche Orientierung beginnt oft nicht mit einem Berufstitel, sondern mit einer ehrlichen Frage: Was kann ich bereits - und in welchen Aufgaben wird das wirklich gebraucht?

Diese Seite hilft Ihnen, Kompetenzen aus Arbeit, Ausbildung, Projekten, Ehrenamt und Alltag sichtbar zu machen, mit Beispielen zu belegen und in realistische berufliche Suchrichtungen zu übersetzen.

15-20 Minuten kostenlos und unverbindlich · St. Pölten, Niederösterreich, Wien und online

Frau ordnet Notizen und reflektiert ihre beruflichen Kompetenzen
Nicht mit einer Liste beginnen. Mit Situationen, Aufgaben und Belegen beginnen.
Kompetenzen statt SchlagwörterKonkrete Situationen machen Stärken glaubwürdig.
Erfahrung aus allen LebensbereichenAuch Projekte, Ehrenamt und Familienarbeit können zählen.
Arbeitsmarkt realistisch prüfenDas Profil wird mit echten Stellenanforderungen abgeglichen.
Keine Diagnose oder JobgarantieDer Check unterstützt Reflexion und nächste Prüfschritte.

Wenn der Lebenslauf zu wenig erzählt

„Ich habe nichts Besonderes gemacht.“

Viele Lebensläufe zeigen Stationen, Zeiträume und Berufsbezeichnungen. Sie zeigen aber nicht automatisch, was jemand dabei gelernt, getragen, gelöst oder verbessert hat.

Bei genauerem Hinsehen werden oft andere Dinge sichtbar: Sie haben neue Kolleg:innen eingearbeitet, Beschwerden geklärt, Material und Termine koordiniert, in schwierigen Situationen Ruhe bewahrt, Fehler verhindert oder dafür gesorgt, dass Abläufe verlässlich funktionieren.

Auch Tätigkeiten, die selbstverständlich wirken, können Kompetenz zeigen. Entscheidend ist nicht, möglichst positive Wörter über sich zu sammeln. Entscheidend ist, die passende Situation zu finden.

„Eine gute Bewerbung erfindet keine Stärken. Sie macht sichtbar, was bereits da ist - und zeigt, wo es künftig wirksam werden kann.“

Die bessere Leitfrage

Nicht: Welche positiven Wörter passen zu mir?

Sondern: Was habe ich konkret getan - und woran war erkennbar, dass es funktioniert hat?

Ein Kompetenzprofil wird belastbar, wenn Sie Aufgaben, Entscheidungen, Vorgehensweisen und Ergebnisse miteinander verbinden. Dann lässt sich später auch erklären, warum diese Erfahrung für eine neue Rolle, einen Quereinstieg oder eine Bewerbung relevant ist.

Ronald Neumayer im persönlichen Bewerbungscoaching

Ronald Neumayer

Bewerbungscoach, Coach, Trainer und ÖVS-zertifizierter Supervisor. Begleitung in St. Pölten, Niederösterreich, Wien und online.

Begriffe sauber unterscheiden

Stärke, Fähigkeit, Kompetenz und Qualifikation sind nicht dasselbe.

Die Unterscheidung hilft, Bewerbungen präziser zu formulieren und formale Voraussetzungen nicht mit praktischer Erfahrung zu verwechseln.

1

Stärke

Ein persönliches Muster, das häufig gut gelingt - etwa Ruhe bewahren, Zusammenhänge erkennen oder andere verständlich einbeziehen.

Eine Stärke wird glaubwürdig, wenn sie an einer Situation sichtbar wird.

2

Fähigkeit

Etwas praktisch tun können: planen, erklären, schreiben, reparieren, beraten, analysieren, dokumentieren oder ein digitales Werkzeug anwenden.

Fähigkeiten können gelernt und geübt werden.

3

Kompetenz

Wissen und Können in konkreten - auch neuen - Situationen selbstständig, verantwortungsvoll und angemessen einsetzen.

Kompetenz zeigt sich im Handeln, nicht nur in der Selbsteinschätzung.

4

Qualifikation

Ein formal festgestelltes Lernergebnis wie Abschluss, Zertifikat, Führerschein oder anerkannte Ausbildung.

Eine Qualifikation kann unverzichtbar sein, ersetzt aber nicht automatisch einen Kompetenzbeleg.

Interessen und Werte sind ebenfalls wichtig. Sie sind keine Kompetenzen, beeinflussen aber, wo jemand sein Können langfristig, motiviert und unter passenden Bedingungen einsetzen kann.
Notizbuch und Arbeitsmaterialien für einen strukturierten Kompetenz-Check

Mehr Erfahrung als gedacht

Wo Kompetenzen entstehen können

  • Arbeit und Nebenjobs: Aufgaben, Verantwortung, Abläufe, Kund:innenkontakt, Problemlösungen und Qualität.
  • Ausbildung und Praktika: Projekte, Gruppenarbeiten, Präsentationen, Werkstücke, Laborübungen und Prüfungen.
  • Familie und Pflege: Organisation, Verlässlichkeit, Kommunikation und Koordination - sachlich, relevant und ohne private Details.
  • Ehrenamt und Verein: Zusammenarbeit, Planung, Veranstaltungen, Kassa, Training und Verantwortung.
  • Hobbys und eigene Projekte: digitale Tools, Handwerk, Sprache, Recherche, Gestaltung und Ausdauer.
  • Übergänge und Krisen: neu lernen, Hilfe organisieren, Prioritäten setzen und unter veränderten Bedingungen handlungsfähig bleiben.

Wichtig: Außerberufliche Erfahrung ehrlich benennen und niemals als bezahlte Berufserfahrung verkleiden.

Kompetenz-Check

Aus einer Erfahrung wird in sechs Schritten ein belastbarer Beleg.

Wählen Sie zunächst eine konkrete Situation, in der etwas organisiert, erklärt, verbessert, hergestellt, entschieden oder gelöst werden musste. Arbeiten Sie dann Schritt für Schritt.

1

Situation

Was war der konkrete Kontext? Wer war beteiligt? Welche Ausgangslage oder Schwierigkeit bestand?

2

Aufgabe

Was musste geklärt, organisiert, hergestellt, entschieden oder verlässlich erledigt werden?

3

Handlung

Was war Ihr persönlicher Beitrag? Wie sind Sie vorgegangen? Welches Wissen oder Werkzeug haben Sie eingesetzt?

4

Ergebnis

Was wurde besser, schneller, sicherer, klarer, ruhiger oder verlässlicher?

5

Rückmeldung

Welche Zahl, Qualität, Reaktion, Beobachtung oder Rückmeldung stützt Ihre Einschätzung?

6

Übertragbarkeit

Bei welchen anderen Aufgaben oder Berufsfeldern könnte genau dieses Können nützlich sein?

Beispiel: Aus „Ich bin organisiert“ wird ein Beleg.
Sie koordinierten Termine, Material und Rückfragen für mehrere Beteiligte. Sie arbeiteten mit einer Prioritätenliste, klärten Abhängigkeiten frühzeitig und dokumentierten Änderungen. Fristen wurden eingehalten und Doppelarbeit vermieden. Der Beleg zeigt Organisation, Kommunikation, Priorisierung und Verantwortung - nicht nur ein Eigenschaftswort.

Warum Ergebnisse allein nicht genügen

Ein gutes Ergebnis ist wichtig, erklärt aber noch nicht, welche Kompetenz dahinterstand. Vielleicht wurde ein Termin eingehalten, weil Sie früh nachgefragt, Informationen geordnet und Abhängigkeiten erkannt haben. Vielleicht wurde eine Beschwerde gelöst, weil Sie zuhörten, Grenzen erklärten und eine umsetzbare Alternative fanden.

Erst der persönliche Beitrag macht sichtbar, was Sie künftig wieder einsetzen können. Schreiben Sie deshalb in der Ich-Form auf, was Sie tatsächlich getan haben. So vermeiden Sie, Teamleistungen vollständig sich selbst zuzuschreiben, und machen Ihren Anteil dennoch klar.

Wenn Zahlen fehlen

Nicht jede Arbeit lässt sich in Umsatz, Zeit oder Stückzahlen ausdrücken. Auch andere Belege sind möglich: weniger Rückfragen, ruhigere Übergaben, eingehaltene Standards, nachvollziehbare Dokumentation, positive Rückmeldungen, vermiedene Fehler oder eine Aufgabe, die Ihnen später erneut übertragen wurde.

Formulieren Sie sachlich und konkret. „Alle waren zufrieden“ ist schwer prüfbar. „Die Übergabe enthielt erstmals alle offenen Punkte und wurde anschließend als Vorlage genutzt“ zeigt Wirkung, ohne zu übertreiben.

Acht Kompetenzfelder

Ein Profil darf breit beginnen - und muss dann konkret werden.

Nutzen Sie die Felder als Suchhilfe. Markieren Sie nur, was Sie mit Situationen erklären können. Fünf belegte Kompetenzen sind wertvoller als zwanzig allgemeine Wörter.

Kommunikation und Sprache

Zuhören, erklären, beraten, schreiben, präsentieren, Informationen anpassen und Konflikte sachlich ansprechen.

Organisation und Struktur

Planen, priorisieren, koordinieren, dokumentieren, Termine verfolgen und Abläufe verlässlich steuern.

Zusammenarbeit und Beziehung

Kooperieren, unterstützen, Grenzen respektieren, Feedback geben, Spannungen klären und gemeinsame Lösungen finden.

Verantwortung und Selbstständigkeit

Entscheiden, sorgfältig arbeiten, Fehler ansprechen, Initiative zeigen und Auswirkungen des eigenen Handelns berücksichtigen.

Lernen und Veränderung

Neues aufnehmen, Wissen übertragen, Feedback nutzen, Systeme erlernen und sich an veränderte Anforderungen anpassen.

Praxis und Umsetzung

Anpacken, Qualität sichern, Tempo halten, Standards einhalten, handwerklich oder digital zuverlässig umsetzen.

Kund:innen und Service

Bedarf erkennen, Lösungen anbieten, Beschwerden bearbeiten, professionell auftreten und Erwartungen transparent klären.

Führung und Koordination

Anleiten, delegieren, Orientierung geben, entscheiden, Verantwortung verteilen und unterschiedliche Beiträge zusammenführen.

Drei Perspektiven

Selbstbild, Fremdbild und Arbeitsmarktbild zusammenführen

1. Selbstbild

Welche Aufgaben gelingen Ihnen wiederholt? Wann waren Sie mit Ihrer Arbeit zufrieden? Welche Situationen würden Sie als Erfolg bezeichnen?

Notieren Sie nicht nur das Ergebnis, sondern auch Ihren persönlichen Beitrag.

2. Fremdbild

Fragen Sie Kolleg:innen, Kund:innen, Freund:innen oder Menschen aus einem Verein nicht nur nach Eigenschaften, sondern nach beobachteten Situationen.

„Wann haben Sie erlebt, dass ich etwas gut erklärt, organisiert oder gelöst habe?“

3. Arbeitsmarktbild

Vergleichen Sie mehrere reale Stellenanzeigen. Welche Aufgaben und Kompetenzen werden wiederholt genannt? Was ist unverzichtbar, was lernbar und was nur wünschenswert?

Ein einzelnes Inserat ist noch kein verlässliches Muster.

Abweichungen sind Informationen. Vielleicht unterschätzen Sie eine Kompetenz. Vielleicht verwenden Arbeitgeber andere Begriffe. Vielleicht fehlt eine formale Voraussetzung, obwohl praktische Erfahrung vorhanden ist. Genau diese Unterschiede zeigen den nächsten Prüfschritt.

So entsteht ein realistischer Arbeitsmarktcheck

Sammeln Sie nicht nur Inserate, die Ihnen spontan gefallen. Wählen Sie zehn bis fünfzehn Anzeigen aus mehreren Unternehmen und markieren Sie wiederkehrende Aufgaben, Muss-Anforderungen und gewünschte Kenntnisse. Notieren Sie auch unterschiedliche Berufsbezeichnungen für ähnliche Tätigkeiten. Dadurch wird die Suche breiter, ohne beliebig zu werden.

Prüfen Sie anschließend jede häufige Anforderung: bereits belegt, praktisch vorhanden aber anders benannt, mit Einarbeitung lernbar oder derzeit nicht erfüllt. Gerade diese vier Kategorien verhindern zwei typische Fehler - sich wegen einzelner Wunschkriterien vorschnell auszuschließen oder wesentliche Voraussetzungen zu unterschätzen.

Passung ist mehr als ein Berufsname

Arbeitsbedingungen und die passende Rolle klären

Schichtzeiten, Führung, Pendelweg, Teamkultur, körperliche Belastung, Einkommen und Entscheidungsspielraum verändern, ob eine Aufgabe dauerhaft passt.

Muss

Unverzichtbar für Lebenssituation, Gesundheit oder Verlässlichkeit. Beispiele: bestimmte Arbeitszeiten, erreichbarer Arbeitsort, gesetzliche Qualifikation.

Wunsch

Förderlich und attraktiv, aber grundsätzlich verhandelbar. Beispiele: Homeoffice-Anteil, Teamgröße, ein bestimmtes Aufgabengebiet.

Ausschluss

Dauerhaft untragbar oder mit wichtigen Grenzen unvereinbar. Beispiele: bestimmte Belastungen, regelmäßige Nachtarbeit oder sehr lange Pendelwege.

Welche Rolle möchten Sie künftig häufiger einnehmen?

Fachlich vertiefen, koordinieren, beraten, gestalten, führen oder praktisch umsetzen? Nicht jede Person möchte führen. Nicht jede Person möchte ständig im direkten Kontakt mit Menschen stehen. Und nicht jede Verantwortung passt zu jeder Lebensphase. Eine realistische Orientierung verbindet Kompetenz, Interesse und tragfähige Rahmenbedingungen.

Infografik, Video & Podcast

Kompetenzen sichtbar machen – kompakt und vertieft

Die Infografik fasst die wichtigsten Schritte zusammen. Video und Podcast vertiefen, wie aus oft übersehenen Erfahrungen nachvollziehbare Kompetenzbelege für Lebenslauf, Neuorientierung und Quereinstieg werden.

Infografik mit Lernorten, 6-Schritte-Belegmethode, Realitätscheck und Quereinstiegs-Transfer für berufliche Kompetenzen
Leitfaden zur Sichtbarmachung von Kompetenzen: Lernorte erkennen, Begriffe unterscheiden, Erfahrungen in sechs Schritten belegen und auf neue Tätigkeitsfelder übertragen.
Video · 9:10 Minuten

Ihr wahres Können

Das Video zeigt, warum Lebenslauf und Zeugnisse oft nur einen Teil Ihrer Erfahrung abbilden – und wie Sie verborgene Kompetenzen strukturiert sichtbar machen.

Podcast · 16:58 Minuten

Verborgene Kompetenzen im Lebenslauf beweisen

Der Podcast führt durch die Belegmethode und erklärt, wie konkrete Situationen, Handlungen und Ergebnisse überzeugender werden als bloße Eigenschaftswörter.

Sechsteiliger Orientierungsbogen

Von der Ausgangssituation zum nächsten überprüfbaren Schritt

Der Bogen ist ein praxisnahes Reflexionsinstrument. Er ist keine Diagnostik, keine Eignungsprüfung und keine endgültige Berufsempfehlung.

1

Ausgangssituation

Anlass, Veränderungswunsch, Druck, zeitlicher Rahmen und Offenheit für unterschiedliche Richtungen.

2

Erfahrung und Kompetenz

Aufgaben, Situationen, Ergebnisse, Rückmeldungen und vorhandene Qualifikationen.

3

Interessen und Energie

Themen, Tätigkeiten, Werte, Motivation und Aufgaben, bei denen Konzentration leichter gelingt.

4

Arbeitsbedingungen

Zeiten, Orte, Teams, Führung, Belastung, Mobilität, Einkommen und persönliche Grenzen.

5

Rolle und Verantwortung

Fachlichkeit, Koordination, Beratung, Gestaltung, Führung oder praktische Umsetzung.

6

Auswertung und Testen

Muster, mögliche Berufsfelder, erkennbare Lücken und der nächste kleine Realitätscheck.

Wie Sie mit dem Orientierungsbogen arbeiten

Bearbeiten Sie die sechs Teile nicht wie eine Prüfung. Widersprüche sind erlaubt: Eine Aufgabe kann Ihnen gut gelingen und trotzdem viel Energie kosten. Eine Tätigkeit kann interessant sein, aber nicht zu Ihren aktuellen Arbeitszeiten passen. Genau diese Unterschiede helfen, Wunschbilder von tragfähigen Möglichkeiten zu trennen.

Verdichten Sie die Antworten am Ende zu zwei oder drei Orientierungshypothesen. Jede Hypothese braucht einen kleinen Test: ein Informationsgespräch, drei passende Stellenanzeigen, einen Einblick in den Arbeitsalltag, eine kurze Weiterbildung oder eine Bewerbung auf eine realistische Stelle. Eine Hypothese ist kein Versprechen, sondern eine Richtung, die überprüft werden kann.

Quereinstieg und Transfer

Quereinsteiger:innen beginnen selten bei null.

Kompetenzen wurden bisher nur in einem anderen Kontext eingesetzt. Die Aufgabe besteht darin, nicht bloß den alten Berufstitel zu übertragen, sondern das tatsächlich vorhandene Können sichtbar zu machen.

Ein Beispiel aus der Gastronomie: Service, Beschwerdeklärung, Verkauf, Tempo, Hygiene, Priorisierung und Ablaufkoordination können auch in anderen kund:innennahen oder operativen Bereichen relevant sein. Die Übertragbarkeit muss jedoch an den Anforderungen der Zielstelle geprüft werden.

Was ist vorhanden?

Welche Aufgaben, Kompetenzen und Ergebnisse können Sie bereits belegen?

Was ist übertragbar?

Welche davon lösen auch im neuen Bereich ein konkretes Problem?

Was fehlt?

Was braucht Einarbeitung, Kurs, Praxis, Anerkennung oder einen formalen Abschluss?

Weiterbildung ist besonders sinnvoll, wenn sie eine konkret erkannte Lücke für ein realistisches Ziel schließt.

Berufstätige besprechen unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen

Berufliche Richtungen als Hypothesen

Richtungsfelder sind Startpunkte - keine automatische Berufsempfehlung.

Empathie bedeutet nicht automatisch Pflege. Organisation bedeutet nicht automatisch Büro. Erst das Zusammenspiel aus Kompetenzen, Interessen, Werten, Rahmenbedingungen, Qualifikation und Arbeitsmarkt ergibt eine tragfähige Suchrichtung.

Menschen und Beziehung

Begleiten, beraten, versorgen, erklären, Konflikte klären oder Beziehungen verlässlich gestalten.

Struktur und Verwaltung

Ordnen, dokumentieren, planen, prüfen, koordinieren und verlässliche Abläufe schaffen.

Praxis und Technik

Herstellen, reparieren, bedienen, umsetzen, Qualität sichern und sichtbare Ergebnisse schaffen.

Kommunikation und Wirkung

Schreiben, präsentieren, verkaufen, informieren, gestalten und unterschiedliche Zielgruppen erreichen.

Lernen und Entwicklung

Wissen vermitteln, Neues erschließen, Rückmeldungen nutzen und Veränderung unterstützen.

Führung und Verantwortung

Orientierung geben, entscheiden, Ressourcen verteilen, Menschen anleiten und Ergebnisse verantworten.

KI-Transparenzhinweis: Das Video, der Podcast und die Infografik auf dieser Seite wurden mit KI-Unterstützung erstellt. Der Podcast enthält KI-generierte Stimmen und ist kein reales Gespräch. Konzept, inhaltliche Prüfung und Freigabe: Ronald Neumayer.

Bewerbungsbotschaft

Vom Kompetenzprofil zu einer klaren beruflichen Aussage

Die folgenden Satzanfänge zwingen nicht zu einer perfekten Antwort. Sie helfen, die Ergebnisse so weit zu verdichten, dass eine verständliche Such- und Bewerbungsbotschaft entsteht.

Ich bringe vor allem ... mit.

Besonders interessieren mich Aufgaben, bei denen ...

Im nächsten Job möchte ich Verantwortung übernehmen für ...

Damit ich gut arbeiten kann, sind mir ... wichtig.

Ein sinnvoller nächster Prüfschritt ist ...

Ein mögliches Ergebnis

  • fünf bis acht relevante Kompetenzen mit konkreten Belegen
  • zwei bis vier realistische Suchrichtungen
  • passende Stellenbegriffe und Arbeitgeberfelder
  • Muss-, Wunsch- und Ausschlusskriterien
  • erkennbare Lern- oder Qualifikationslücken
  • ein nächster überprüfbarer Schritt

Das ist noch keine fertige Bewerbung. Es ist jedoch eine belastbare Grundlage für Lebenslauf, Anschreiben, Selbstpräsentation und Stellenwahl.

Vom Profil zur Bewerbung

Kompetenzen dort einsetzen, wo sie einen Unterschied machen

Ein roter Faden für alle Unterlagen: Im Lebenslauf steht die relevante Aufgabe mit Ergebnis. Im Anschreiben erklärt ein ausgewähltes Beispiel die Passung. Im Gespräch können Sie dieselbe Kompetenz in einer kurzen Situation vertiefen und auf die künftige Aufgabe beziehen. Die Aussagen müssen nicht wortgleich sein, sollen sich aber gegenseitig stützen.

Persönliche Begleitung

Wenn aus vielen Antworten eine tragfähige Richtung werden soll

Im Coaching klären wir zuerst Ihre Ausgangssituation. Danach verdichten wir Kompetenzen zu nachvollziehbaren Belegen, prüfen mögliche Richtungen am Arbeitsmarkt und planen den nächsten realistischen Schritt.

Sie erhalten keine fertige Berufsempfehlung und keine Garantie auf Förderung, Einladung oder Anstellung. Sie gewinnen jedoch eine klarere Entscheidungsgrundlage und eine Sprache, mit der Sie Ihr Können verständlich darstellen können.

Rahmen und Preise

Kostenloses Erstgespräch15-20 Minuten
Einzelcoaching100 Euro / 50 Minuten
Strategie Base350 Euro
Strategie Plus500 Euro

Termine nach Vereinbarung in St. Pölten, Niederösterreich, Wien und online.

Häufige Fragen

Kompetenzen und berufliche Orientierung

Ist der Kompetenz-Check wissenschaftlich?

Nein. Er ist ein praxisnahes Reflexionsinstrument und keine psychologische Diagnostik oder Eignungsprüfung. Er hilft, Situationen, Aufgaben und Belege strukturiert zu betrachten.

Zählen Familie, Pflege oder Ehrenamt als Erfahrung?

Ja, wenn die Erfahrung für die Zielaufgabe relevant, ehrlich und sachlich beschrieben wird. Private Details müssen nicht offengelegt werden. Außerberufliche Erfahrung darf nicht als bezahlte Berufserfahrung dargestellt werden.

Bekomme ich eine fertige Berufsempfehlung?

Nein. Das Ergebnis sind mögliche Suchrichtungen und Prüffragen. Eine tragfähige Entscheidung berücksichtigt zusätzlich Interessen, Werte, Lebenssituation, Arbeitsbedingungen, Qualifikation und Arbeitsmarkt.

Kann ich den Check alleine bearbeiten?

Ja. Planen Sie etwa 30 bis 45 Minuten ein. Wenn Widersprüche auftauchen oder die Übersetzung in Stellenbegriffe und Bewerbungsunterlagen schwerfällt, kann dies im Coaching geklärt werden.

Ist die Begleitung auch online möglich?

Ja. Jobcoaching und Bewerbungscoaching sind online sowie nach Vereinbarung in St. Pölten, Niederösterreich und Wien möglich.

Der nächste Schritt

Sie müssen noch nicht den ganzen Weg kennen.

Ein erster guter Schritt ist, eine konkrete Erfahrung sauber zu beschreiben und zu prüfen, welche Kompetenz darin sichtbar wird. Wenn Sie Ihre Ergebnisse gemeinsam ordnen möchten, klären wir im kostenlosen Erstgespräch, welche Form der Begleitung sinnvoll ist.

Quellen und Aktualität: Fachliche Orientierung anhand offizieller Informationen von AMS, Europass, ESCO, Bildungsberatung Niederösterreich und Cedefop. Stand: 15. August 2026. Die genannten Online-Tools dienen der Information und Selbstreflexion; sie ersetzen keine Diagnostik, Eignungsprüfung oder individuelle Förderzusage.

Bildnachweise: Pexels - Mizuno K (Foto 12911777), Karola G / Kaboompics (Foto 8546555) und RDNE Stock project (Foto 9034274). Eigenes Porträt: Ronald Neumayer, freigegebene Webador-Mediathek.

Ergänzende Begleitung für Organisations- und Führungsfragen: Supervision, Coaching & Organisationsentwicklung.